Ob als Präsentationslösung in Firmen und Institutionen, als Ideenboard für agile Projektteams oder für den Unterricht in Schulen und Universitäten – als moderne Ausführung klassischer Kreidetafeln sind Whiteboards heute in vielen Bereichen des Arbeitslebens im Einsatz.

Die Vielfalt der Modelle reicht dabei von klassischen Stahlboards über strapazierfähige Modelle aus Emaille bis hin zu hochwertigen Glasboards und flexiblen Whiteboardfolien, die selbstklebend auf glatten Oberflächen haften.

Welche Whiteboard-Lösung am besten für den eigenen Bedarf geeignet ist, hängt dabei in erster Linie von der Nutzungshäufigkeit sowie der erwarteten Langlebigkeit des Modells ab. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, stellen wir nachfolgend die verschiedenen Whiteboard-Typen mit ihren jeweiligen Merkmalen und Eigenschaften vor.

Die verschiedenen Whiteboard-Arten im Überblick

Kunststoffboards Stahlboards Emailleboards Glasboards
Oberfläche beschichtet (Melamin) lackiert emailliert Glas
Rahmen Aluminium Aluminium Aluminium
Beschriftbar
Magnethaftend
Kratzfestigkeit mittelmäßig gut sehr gut sehr gut
Reinigungsfähigkeit mittelmäßig gut sehr gut sehr gut
Haltbarkeit gering mittel hoch hoch
Preisklasse niedrig mittel hoch hoch
Besonderheiten in verschiedenen Farben erhältlich

Whiteboards aus Kunststoff die kostengünstige Alternative

Whiteboards mit Kunststoffbeschichtung (Melamin) sind die günstigste am Markt erhältliche Variante, die überwiegend bei kleinen Tafeln Verwendung findet. Sie verfügen über eine nichtmagnetische Melaminharzoberfläche, die in gewissem Umfang kratzfest und druckbeständig ist sowie eine gute Farbhaftung besitzt.

Als Nachteil dieser kostengünstigen Boards sind das nicht optimale Reinigungsverhalten sowie die vergleichsweise schnelle Abnutzung zu nennen. So kann es mit der Zeit zu einem Ergrauen der Oberfläche und bei häufiger Benutzung zu Schlierenbildung kommen. Whiteboards aus Melamin sind daher nur für Wenignutzer zu empfehlen.

Wer Whiteboards regelmäßig nutzen möchte, sollte stattdessen auf Tafeln aus lackiertem Stahl oder noch besser – auf emaillierte Whiteboards zurückgreifen.

Whiteboards aus lackiertem Stahl pflegeleicht und langlebig

Whiteboards als lackiertem Stahl stellen die nächsthöhere Güte- und Preisklasse dar. Sie verfügen über eine hochwertige, magnethaftende Oberfläche, die sehr glatt und kratzfest ist. Whiteboard-Inhalte lassen sich so unter Beachtung der Reinigungshinweise in der Regel sehr leicht und rückstandsfrei entfernen. Darüber hinaus kommen Farben auf lackiertem Stahl sehr gut zur Geltung. Die Spezialbeschichtung der Tafeln sorgt zudem auch bei regelmäßiger Nutzung für lange Haltbarkeit. Lediglich die Empfindlichkeit der Oberfläche gegenüber scharfkantigen Gegenständen sollte berücksichtigt werden.

Emaillierte Whiteboards – äußerst kratzfest und strapazierfähig

Die Königsklasse unter den Whiteboards sind Tafeln mit emaillierter, magnethaftender Oberfläche. Aufgrund des sehr aufwändigen Herstellungsprozesses sind Emaille-Boards vergleichsweise teuer, punkten im Gegenzug aber mit einer extrem kratzfesten, strapazierfähigen und pflegeleichten Oberfläche, der selbst spitze oder scharfkantige Gegenstände wie Schlüssel nichts anhaben können. Sie sind damit der ideale Begleiter bei langer, intensiver Anwendung.

Hochfrequentierte Räume wie Hörsäle von Universitäten oder Besprechungsräume in Unternehmen werden am besten mit emaillierten Boards ausgestattet.

Glasboards – die stilvolle Präsentationslösung

Den Nachfolger traditioneller Whiteboards stellen Glasboards dar. Sie überzeugen durch ihr elegantes und stilvolles Erscheinungsbild und sind im Gegensatz zu normalen Whiteboards in verschiedenen Farben – von weiß über rot bis hin zu schwarz – erhältlich. Aufgrund ihrer äußerst kratzfesten und robusten Oberfläche sind sie für eine intensive und lange Anwendung besonders gut geeignet. Durch die Kombination aus Glas und Stahl können sie dabei mit allen Funktionalitäten eines professionellen magnetischen Whiteboards punkten. Einzig ihr vergleichsweise hoher Preis kann als Nachteil gewertet werden.

Zu beachten ist außerdem, dass Standardmagnete auf Glasboards keine ausreichende Haftkraft bieten. Stattdessen gilt es bei Glasboards auf extra starke Neodym-Magnete zurückzugreifen.

Mobile Whiteboards – für agiles und effizientes Arbeiten

Neben klassischen Whiteboards zur Wandmontage, gibt es am Markt mittlerweile auch zahlreiche mobile Lösungen für einen flexiblen Einsatz in mehreren Räumen.

Der Hersteller Legamaster beispielsweise bietet mobile Whiteboards auf beweglichen Rollstativen an, die 360° drehbar und in jeder Stellung arretierbar sind.

Abbildung: www.sigel.de

Die Firma Sigel setzt indes auf das multifunktionale Whiteboard-Komplettsystem „Meet-Up“, das sowohl freistehend im Stand als auch per Schiene an der Wand genutzt werden. Bei der freistehenden Benutzung kommt ein mobiler Aufsteller mit arretierbaren Rollen zum Einsatz, der nicht nur mühelos bewegt werden kann, sondern auch ein zeitgleiches Arbeiten an einem oder sogar zwei Boards ermöglicht. Schnelle und spontane Meetings und Workshops ohne festen Besprechungsraum sind damit jederzeit und überall möglich.

Für den Transport mit dem Auto sind mobile Whiteboards aufgrund ihrer Größe allerdings eher ungeeignet. Für den Einsatz beim Kunden oder bei Schulungen stellen in diesem Fall Flipcharts oder Whiteboardfolien die bessere Alternative da.

Selbstklebende Whiteboardfolien – vielseitig und flexibel

Abbildung: www.legamaster.com

Neben mobilen Whiteboards gibt es heute auch selbstklebende und abwischbare Whiteboardfolien. Diese ermöglichen es auf nahezu allen glatten Oberflächen beschreibbare Whiteboard-Wände zu erstellen. Die Einsatzbereiche erstrecken sich dabei von Schulungs-, Seminar und Besprechungsräumen bis hin zu Büroarbeitsplätzen und Küchen.

Whiteboardfolien sind in unterschiedlichen Rollenbreiten und Oberflächen (matt/glänzend) erhältlich. Einige Produkte wie die Legamaster WRAP-UP Folien sind dabei auch zuschneidbar sowie magnetisch, so dass sie einen vollwertigen Whiteboard-Ersatz darstellen.

Interaktive Whiteboards – smart und innovativ

Die neueste Form von Whiteboards stellen interaktive Whiteboards dar. Diese kombinieren modernste Software und Technologien mit einer magnetischen, abwischbaren Oberfläche, die sich problemlos mit herkömmlichen Whiteboard-Markern beschreiben lässt.

Digitale Wandtafeln setzen dabei auf eine Verbindung aus klassischem Whiteboard, Computer und Beamer, durch die anzuzeigende Bildschirminhalte wie Texte, Grafiken und Videos auf das Whiteboard projiziert werden. Interaktive Touchmonitore ermöglichen es darüber hinaus dank spezieller Software und MultiTouch-Funktionalität sämtliche Anwendungen des Rechners direkt und live am Monitor per Stift oder Finger zu steuern und zu bearbeiten.

Dank ihrer vielfältigen Funktionen erweisen sich interaktive Whiteboards damit nicht nur als modernes Unterrichtsmedium für Schulen und Unis, sondern bieten auch Unternehmen innovative Möglichkeiten, Konzepte und Produkte zu präsentieren und zu entwickeln.

Whiteboard – Reinigung und Pflege

Bei der Pflege von Whiteboards gilt grundsätzlich: Je härter der Untergrund, desto leichter die Reinigung. Whiteboards aus Emaille und Glas lassen sich demnach wesentlich besser reinigen als beispielsweise Kunststoffboards. Wir empfehlen in diesem Zusammenhang insbesondere, die Pflegehinweise der Hersteller zu beachten und je nach Produkt ergänzend auf spezielle Reinigungsmittel zurückzugreifen, um eine lange Lebensdauer des Whiteboards zu gewährleisten.

Ferner empfiehlt es sich bei der Anschaffung eines Whiteboards direkt die vom Hersteller angebotenen Zubehör-Sets – sogenannte Tool- oder Starterkits – mitzubestellen. Diese enthalten alle wichtigen Produkte, wie Whiteboard-Marker, Haftmagnete, Löschblätter und Reinigungssprays, die für die Nutzung der Whiteboards essentiell sind.

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